Montag, Oktober 19, 2020
Der Wirtschaftsfaktor von Fitnessstudios im ländlichen Bereich

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Das Sport- und Fitness Business ist eine Wachstumsbranche. Immer mehr Menschen sind Mitglied in einem Fitnessstudio. Sie wollen Kraft und Ausdauer effektiv und sicher steigern, sich fordern, bewegen, trainieren und relaxen, Rücken- und Gelenkschmerzen lindern oder diesen vorbeugen. So steigt die Anzahl der Fitnessstudios in Städten und im ländlichen Raum. Die Mitgliederzahlen erreichen Rekordwerte und die Umsätze steigen. Hier erfahren Sie, wie sich diese Branche entwickelt und was den Wirtschaftsfaktor von Fitnessstudios im ländlichen Raum ausmacht.

Zahl der Fitnessstudios in Deutschland

Laut einer Studie des Arbeitgeberverbandes deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV), dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement aus dem Jahr 2019 gibt es in Deutschland gut 9.300 Fitnessstudios. Davon sind die meisten (knapp 4.900) Einzelbetriebe. 300 Anlagen wurden neu oder wieder eröffnet.

Entwicklung der Mitgliederzahl und Umsätze

Laut dieser Studie sind mehr als elf Millionen Menschen in Deutschland Mitglied in Fitness- und Gesundheits-Zentren. Dies ist ein Zuwachs von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit nehmen die Fitnessstudios die Spitzenposition unter den Trainingsformen ein – noch vor dem Fußball (gut 7 Millionen Mitglieder) und dem Turnen (knapp 5 Millionen Mitglieder). Auf die Gesamtbevölkerung bezogen, sind mehr als 12 Prozent Mitglied in einem Fitnessstudio. Die Verteilung auf die Geschlechter unter den Mitgliedern in Fitnessstudios ist fast ausgewogen (52 Prozent Männer und 48 Prozent Frauen). Der Umsatz in der Sport- und Fitness-Branche beläuft sich laut dieser Studie auf rund 5,3 Milliarden Euro. Bei den kleinen Betriebe (unter 200 Quadratmetern) steigen die Umsätze überproportional.

Gründe für die steigende Nachfrage

Oft finden Mitglieder und Gäste eine Vielzahl an Angeboten rund um Sport, Bewegung und Wohlbefinden. Manche Betreiber verfügen über eine angeschlossene Physiotherapie, Reha-Sport, Massage oder Ernährungsberatung. Andere Fitnessstudios wie das Fitnessstudio Achim kombinieren ihre Fitnessgeräte mit Wellness-Angeboten. Die Mitglieder wissen die Bandbreite der Trainingsmöglichkeiten und die Flexibilität der Nutzung zu schätzen. Gegenüber dem Vereinssport haben Fitnessstudios den Vorteil, dass jederzeit und spontan ein Training möglich ist. Die Bezuschussung von Fitnessprogrammen durch die Krankenkassen im Zuge der Gesundheitsprävention trägt ebenfalls zur steigenden Nachfrage bei.

Fitnessstudios in ländlichen Regionen

Während in den Großstädten Fitnessstudios oft zu Ketten gehören, prägen im ländlichen Raum Einzelbetriebe das Fitness-Angebot. Rund zwei Drittel der Bevölkerung in der Bundesrepublik leben in Städten unterhalb von 100.000 Einwohnern. Der Bau eines Sport- und Fitnessstudios im ländlichen Raum oder in Kleinstädten erschien einst als Wagnis. Aber nun zeigt sich, dass auch die Studios im dünn besiedelten Raum vom Wachstumstrend der Fitness Wirtschaft profitieren.

Viele Konsumenten legen Wert darauf, in einer Anlage vor Ort trainieren zu können. In den oft inhabergeführten Zentren ist das Ambiente häuslich, die Atmosphäre vertraut. Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor sind Fitnessstudios im ländlichen Raum daher mittlerweile. Ein Sport- und Gesundheits-Zentrum wertet den Ort auf. Die Gemeinde profitiert von den Gewerbesteuereinnahmen und neue Arbeitsplätze sowie zukunftsträchtige Ausbildungsplätze entstehen. Die Attraktivität als Wohnort wird gesteigert. Laut dem Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen entwickeln auch die Einzelstudios ihre Konzepte weiter und professionalisieren sich. Investiert wird in die Anlagen und in Weiterbildungen für die Mitarbeiter.

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