Dienstag, August 4, 2020
Die Formel 1 in Deutschland – Eine Branche im Wandel

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Die Formel 1 ist der weltweit dominierende Veranstalter für Autorennen. International gesehen gibt es keine nennenswerte Konkurrenz. Nascar, Indycar, Formel 2, Tourenwagen und Rally-Meisterschaften – sie alle verbreiten nicht ansatzweise den gleichen Glamour. Nascar hat im amerikanischen Mittelwesten viele Fans, aber das sind alles nur lokale Größen. Sebastian Vettel, Lewis Hamilton kennt und respektiert heute jeder. Von früher her sind Niki Lauda, Ayrton Senna und Michael Schumacher Stars, die weltweit hohes Ansehen genießen.

In Deutschland hat die Formel 1 eine langjährige Tradition. Zum einen zählt der Ring von Hockenheim zu den regelmäßigen Stationen des Rennzirkus. Dort findet seit langer Zeit jede Saison ein Rennen statt. Vor allem deshalb, weil sich hierzulande viel Geld verdienen lässt. Hier lassen sich andere Preise durchsetzen für Werbung und Tickets als zum Beispiel beim Großen Preis von Ungarn, der Türkei oder in Aserbaidschan. Zudem trägt eine Präsenz zur Beliebtheit des Sports bei. Immerhin gibt es zahlreiche Stars unter den Fahrern, die aus Deutschland kommen. Vettel zum Beispiel dominierte die Serie in den Jahren 2010-2013. Seit seinem Wechsel zu Ferrari konnte er zwar keinen Titel gewinnen, dafür aber Michael Schumacher. Er gewann im Ferrari gleich 5 Formel-1-Weltmeister-Titel.

Darüberhinaus galten und gelten Timo Glock, Adrian Sutil, Heinz Harald-Frentzen, Ralf Schumacher, Nick Heidfeld und Nico Rosberg als zusätzliche Zuschauermagneten. Sowohl live, als auch fürs Fernsehen.

Neben dem Grand Prix von Hockenheim gibt es noch eine weitere Strecke, auf der in den vergangenen Jahren immer wieder Rennen ausgetragen wurden. Der Nürburgring in der Eiffel wurde manchmal genutzt, um den großen Preis von Luxemburg auszutragen. Alternativ wurde er auch der Grand Prix von Europa genannt. So hatten die Herren Vettel und Co. hin und wieder doppeltes Heimspiel.

Wieso ist die Formel 1 so erfolgreich?

Bei vielen Rennserien wird mit normalen Autos gefahren, aber nicht in der Formel 1. Dort zeigen Ferrari, Alfa Romeo, BMW, Mercedes, Renault, Toyota usw. dass sie es sind, die technisch auf dem höchsten Level liegen. Hier schickt jede Marke seine besten Motoren und die beste Technik ins Rennen. Der Werbeeffekt für die Marken ist beträchtlich und jeder Titel bringt in Herstellerkreisen ungeheures Prestige. Zuschauer profitieren von spannenden Rennen mit Überholmanövern bei irrsinnigen Geschwindigkeiten.

Kaum eine Rennserie verbreitet so viel Glanz und Glamour. Zahlreiche exotische Orte stehen auf der Liste der Veranstaltungsorte. Abu Dhabi, Shanghai, Kuala Lumpur und Hockenheim. Die Zuschauerränge sind gespickt mit Promis, Politikern und bekannten Persönlichkeiten. Eine ungeheure Internationalität hat sich die FIA diesbezüglich erarbeitet. Im Fernsehen werden Grand Prix Übertragungen zu wahren Thrillern choreografiert. Man schaltet permanent zwischen der Rennstrecke, der Box und dem Rennzelt mit den Angehörigen der Teams hin und her. Dort spielen sich manchmal unglaubliche Emotionen ab. Wenn es knapp zugeht, dann wird aus jedem Reifenwechsel beim Boxenstopp ein wahrer Thriller. Kaum irgendwo sonst wird so viel Spannung geboten.

Wie sieht die Zukunft der Formel 1 in Deutschland aus?

Kurz und knapp gesagt: Nürburgring ist raus. Die Rennstrecke musste Insolvenzen anmelden. Eine Zukunft gibt es hier keine.

Hockenheim musste im Jahr 2020 aufgrund von Covid-19 pausieren und es wird wohl kein Rennen stattfinden können.

Für das kommende Jahr und die weitere Zukunft lässt sich momentan nichts definitiv sagen. Dennoch ist es ziemlich wahrscheinlich, dass Deutschland weiterhin ein wichtiger Standort sein wird. Vor allem deshalb, weil beide Seiten ein Interesse an einer Zusammenarbeit haben sollten. Den Formel-1-Bossen dürfte klar sein, dass die Beliebtheit der Serie hierzulande leiden könnte, wenn sie sich hier nicht blicken lassen. Auf Seiten der Veranstalter ist man daran interessiert die Strecke gut auszulasten, aus Gründen der Wirtschaftlichkeit. Hoffnung gibt es also genug.

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