Dienstag, August 4, 2020
Die größten Förderbanken für Wachstumsfinanzierung im Mittelstand

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Gehen kerngesunde, florierende Unternehmen pleite? Ja gehen sie, nicht selten sogar. Mangelnde Wachstumsfinanzierung ist einer der häufigsten Gründe, warum Firmen insolvent werden. Ihnen mangelt es nicht an Kunden, sondern lediglich an der Finanzierung. Insolvenzen werden tatsächlich dadurch ausgelöst, dass ein Mangel an Liquidität vorherrscht. Nicht wegen eines mangelhaften Geschäftsmodells, wegen fehlendem Umsatz und auch nicht an zu geringem Gewinn. Wer in einer solchen Situation kein Darlehen für sein Unternehmen erhält, der kann nur noch die Tore schließen.

Wie entstehen solche Liquiditäts-Lücken?

Die Finanzierung eines Unternehmens ist möglich mit Hilfe von Fremdkapital oder Eigenkapital. Fremdkapital beinhaltet Kredite und Darlehen. Eigenkapital ist Vermögen, welches die Gründer als Kapital-Einlage mitbringen, oder das von Investoren per Beteiligung bereitgestellt wird. Das meiste davon wird verwendet, um langfristige Investitionen bezahlen zu können. Maschinen, Gebäude, Patente, Lizenzen. Allerdings müssen Unternehmen darauf achten, dass sie im operativen Geschäft genug Bestand in der Kasse oder auf den Bank-Konten haben. Also um die Rechnungen zu begleichen, die tagtäglich ins Haus flattern.

Möchten Unternehmen neue Märkte erschließen und das Geschäft erweitern, dann werden zusätzliche Investitionen notwendig. Vor allem große Vorhaben amortisieren sich aber teilweise erst nach vielen Jahren. Diese können in der Regel nur schwer von dem Geld getätigt werden, das durch die aktuellen Aktivitäten eingenommen wird. Wer das versucht, der geht ein immenses Risiko ein. Brechen plötzlich Umsätze weg, wie es zum Beispiel in der Corona-Krise 2020 der Fall war, dann sind die Bar-Reserven schnell verbraucht. In dem Fall müsste sofort eine Insolvenz angemeldet werden.

Konzerne können solche Phasen möglicherweise aussitzen. Sie haben noch eher Reserven. Zudem haben sie einen schnelleren Zugang zum Kapitalmarkt. Unternehmen aus dem Mittelstand der deutschen Wirtschaft gelten jedoch in als schlecht- bis unterfinanziert. Für sie sind solche Krisen eine akute Gefahr.

Fazit:

Was Unternehmen brauchen ist eine solide Wachstumsfinanzierung. Eine, die nicht nur die Expansion abdeckt, sondern die Luft zum atmen lässt, wenn es eine ungünstige Entwicklung am Markt gibt.

Zahlreiche Institutionen des Bundes, der Länder und der Kommunen haben in den letzten Jahren unterschiedliche Möglichkeiten geschaffen, um den deutschen Mittelstand eine Förderung zukommen zu lassen. KMU können in manchen Bereichen mit Subventionen, Zuschüsse oder Steuerersparnissen rechnen. Dafür sollten sie sich an einen Berater mit langjähriger Erfahrung wenden, um sie optimal auszuschöpfen.

Welche bekannten Förderbanken gibt es für den Mittelstand

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es eine Reihe von Institutionen, deren Ziel es ist Investitionen finanziell zu unterstützen. Wir geben eine Übersicht über die bekanntesten:

Institute des Bundes:

  • KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau

Institute der Länder:

  • LfA Förderbank Bayern
  • L-Bank Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank
  • Investitionsbank Berlin (IBB)
  • Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)
  • Bremer Aufbau-Bank GmbH (BAB)
  • Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt (IFBHH)
  • Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)
  • Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI-MV)
  • NBank – Niedersachsen
  • NRW.Bank
  • Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) AöR
  • Sächsische Aufbaubank (SAB)
  • Investitionsbank Sachsen-Anhalt
  • Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)
  • Thüringer Aufbaubank (TAB)
  • Saarländische Investitionskreditbank AG (SIKB)

Wie erhält man diese Mittel?

Wer sich erfolgreich um eine Investition ins eigene Wachstum bemühen möchte, der sucht seine Hausbank auf. Es sollte eine sein, die auch Geschäftskunden führt und die mit einigen der oben genannten Institute zusammenarbeitet. Im Gepäck sollte ein solider Businessplan liegen, der eine genaue Kalkulation darüber enthält, welche Einzahlungen und Auszahlungen eine Investition mit sich bringen wird. Ist der Plan wirtschaftlich plausibel und erfüllt der alle Notwendigkeiten für eine Förderung, dann ist das die halbe Miete.

Beim Gespräch mit der Bank ist es wichtig die Förderung anzusprechen. Denn von alleine weisen sie nicht unbedingt darauf hin. Immerhin knabbert eine solche Art der Unternehmensfinanzierung etwas von ihrer Marge ab. Die Hausbank leitet dann den Antrag an das Förderinstitut weiter. Wenn alles in Ordnung ist, dann steht der Förderung nichts mehr im Wege.

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