Mittwoch, Juli 6, 2022
Immobilienmakler werden ohne Ausbildung – Der Weg zum Makler

Anzeige Sie sind an einem beruflichen Scheideweg und wollen neu durchstarten, wie wäre es als Immobilienmakler Dresden, Leipzig oder sogar Berlin? Da es keine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung für den Beruf Immobilienmakler gibt, ist er ideal für den Quereinstieg. Theoretisch kann jeder Immobilienmakler werden ohne Ausbildung. Das Gehalt richtet sich in diesem Beruf meistens nach Erfolg. Sehr selten gibt es Fixgehälter. Ihre Aufgaben als Immobilienmakler sind folgende:

  • den Wert der Immobilie ermitteln
  • die Immobilie vermarkten
  • Behördengänge
  • Besichtigungstermine organisieren
  • Vertragshandlungen führen
  • Kaufvertrag aufsetzen
  • Notartermine begleiten
  • Immobilie übergeben
  • Beratung auch nach dem Verkauf

Hierbei geht es immer darum, den Kunden beim Verkauf zu unterstützen und seine Probleme professionell zu lösen. Natürlich sind dafür ein gewisses Talent und die Erfüllung einiger Voraussetzungen nötig.

Diese Merkmale sollten Sie mitbringen

  • sehr gute Englischkenntnisse
  • sehr gute analytische sowie mathematische Fähigkeiten
  • technische Skills in EDV Programmen
  • fortgeschrittene Kenntnisse in der Betriebswirtschaftslehre
  • Grundkenntnisse über Versicherungen
  • Grundekenntnisse über Marketing
  • Empathie und Einfühlungsvermögen
  • selbstbewusstes Auftreten und Verhandlungsgeschick
  • Eigeninitiative

Nötiges Wissen zu relevanten Themen wie Mietrecht, Grundbuchrecht, Notarrecht und Hausbau, sollten Sie sich im Vorfeld aneignen. Das Basiswissen lässt sich selbstständig erarbeiten. Wer jedoch wirklich erfolgreich sein möchte, sollte sich professionelle Hilfe holen. Bei der IHK gibt es fachspezifische Kurse und Weiterbildungen. Dort bekommen Sie einen Fachkundennachweis, welcher wichtig ist, um Kunden zu gewinnen. Umso mehr Fortbildungen Sie absolviert haben und diese auch nachweisen können, desto mehr Kunden werden sich für Sie entscheiden. Vorsicht ist geboten, bei Kursen, die Ihnen versprechen, Sie innerhalb weniger Stunden zum Immobilienmakler auszubilden. Das ist nicht möglich und meistens nur Abzocke.

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Ein generelles Interesse am Immobilienmarkt sollte jeder mitbringen, der in dieser Branche arbeiten möchte. Dazu ist es hilfreich Kontakte zu haben oder aufzubauen, um Einblick in den regionalen Immobilienmarkt zu bekommen. Eigeninitiative ist eine der wichtigsten Eigenschaften eines Immobilienmaklers.

Da dieser Beruf zum größten Teil aus Kundenkontakt besteht, sollten Sie ein Gespür für die Wünsche Ihres Kunden haben. Das heißt Einfühlungsvermögen, Offenheit und Empathie sollten Sie mitbringen. Zudem sind ein gewisses Verhandlungsgeschick und ein selbstbewusstes, sympathisches Auftreten von Vorteil. Wenn Sie alle diese Eigenschaften mitbringen, können Sie Ihre Kunden gut und kompetent beraten. Immobilienmakler werden ohne Ausbildung, benötigt eine intensive Einarbeitung trotz Talents.

Das sind die Voraussetzungen

Die formellen Anforderungen, um Immobilienmakler zu werden, sind theoretisch für fast jeden erfüllbar. Zunächst müssen Sie eine Gewerbeerlaubnis nach §34c der Gewerbeordnung bei Ihrer zuständigen Kreisverwaltung beantragen. Dazu füllen Sie einen Antrag aus und reichen diesen zusammen mit Ihrem Personalausweis, Ihrem Führungszeugnis, einer Auskunft aus dem Gewerbezentralregister, einer Auskunft vom Amtsgericht und einer Unbedenklichkeitserklärung vom Finanzamt ein. Die Kosten für die Erlaubnis richten sich nach Gebiet.

Die Auskunft des Gewerbezentralregisters können Sie beim Ordnungs- oder Gewerbeamt beantragen. Damit der Antrag genehmigt wird, sollte keine Eintragung in der Schuldnerliste oder ein Konkursverfahren bestehen. Außerdem sollten Sie in den letzten 5 Jahren nicht wegen Urkundenfälschung, Betrugs oder Ähnlichem verurteilt worden sein.

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Wenn Ihnen die Erlaubnis erteilt wurde, muss das Gewerbe noch in der Gewerbeverwaltung angemeldet werden. Diese stellt Ihnen dann einen Gewerbeschein aus, der Sie berechtigt, als Immobilienmakler zu arbeiten. Zudem müssen Sie Ihr Gewerbe beim Finanzamt melden. Sehr ratsam ist es zudem, eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abzuschließen. So schützen Sie sich selbst vor hohen Kosten bei möglichen Fehlern, die Ihnen unterlaufen könnten. Entscheiden Sie sich für die Selbstständigkeit, müssen Sie noch die für Sie beste Rechtsform wählen. Infrage kommen zum Beispiel eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder eine offene Handelsgesellschaft (OHG).

Gerade als Quereinsteiger ohne Ausbildung verfügt man über keine bis wenig Erfahrung. Daher sind Praktika oder Ähnliches im Bereich Immobilien äußerst nützlich. Ohne praktische Erfahrung ist es wahrscheinlich schwer, als Makler Erfolg zu haben.

Ein wichtiger Qualitätsnachweis für Makler ist die Mitgliedschaft in einem Berufsverband wie dem Immobilienverband Deutschland (IVD). Hier muss eine Aufnahmeprüfung bestanden und sich regelmäßig fortgebildet werden. Die meisten Kunden machen hieran aus, ob der Makler seriös ist oder nicht. Daher wäre die Mitgliedschaft ein wichtiger Schritt.

Kundenpflege – Keine Scheu vor Kundenkontakt

Um als Immobilienmakler wirklich erfolgreich zu sein und das auch zu bleiben, ist die Kundenpflege das wirkungsvollste Mittel. Hier erfahren Sie, wie Sie Kunden gewinnen, sie zufrieden stellen und stetig wachsen.

Das sogenannte Beziehungsmarketing ist der einfachste Weg, um Kunden zu generieren. Dazu treten Sie in Verbände ein, gehen auf Messen oder zu Diskussionsrunden. Dank solcher Netzwerke lernen Sie ihren Kunden schon kennen, bevor er ein Kunde wird und er kommt von ganz alleine auf Sie zu. Achten Sie beim Knüpfen von Kontakten darauf, was Sie von Ihren Kontakten erwarten und brauchen. Wählen Sie danach aus, welche Kontakte Ihnen wirklich weiterhelfen. Es ist besser ein paar wirklich gute Kontakte zu haben, als viele, die einem keinen Mehrwert geben. Wenn Sie es geschafft haben, sich ein nützliches Netzwerk aufzubauen, pflegen Sie es sorgfältig. Bleiben Sie immer präsent und im Austausch.

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Die Online Aktivität ist heutzutage ein sehr wichtiger Bestandteil, wenn es um Kundenpflege geht. Es gibt viele fachspezifische Gruppen in Social-Media-Plattformen, denen Sie beitreten können. Es besteht auch die Möglichkeit eigene Blogs zu veröffentlichen oder Gruppen zu gründen. Eine eigene, professionelle Website ist wichtig. Dort sollten Sie alle Zertifikate oder Nachweise über Ihr Wissen platzieren, um Vertrauen zu schaffen. Wenn sich eine Möglichkeit bietet, an einem Interview teilzunehmen oder auf anderem Wege an die Öffentlichkeit zu gelangen, nutzen Sie diese.

Ein anderer sehr wirkungsvoller Tipp ist es, sich auf etwas zu spezialisieren. Dies kann eine bestimmte Wohngegend, Zielgruppe oder Art von Immobilie sein. Wenn man sich für ein bestimmtes Gebiet als Experte positionieren kann, zieht das viele Interessierte an. Zudem ist es möglich, dass andere Unternehmen, die Experten auf diesem Gebiet sind, mit Ihnen arbeiten wollen und eine Kooperation anbieten. Wenn Sie jetzt noch Ihr Spezialwissen als Beratung, Seminar oder Ähnlichem anbieten und weitergeben können, haben Sie sich einen Expertenstatus generiert.

Das sogenannte „Farming“ ist die gängigste Methode für die Kundenakquise unter Immobilienmaklern. Auch hierbei sollten Sie sich am besten auf ein bestimmtes Gebiet oder eine bestimmte Gruppe beschränken. Es ist nützlicher, auf einem Gebiet der Beste zu sein, als ein breites Halbwissen zu besitzen. Wenn Sie einen Auftrag erhalten haben, stellen Sie professionelle Visitenkarten oder kleine überschaubare Flyer her und verteilen Sie diese in der Nachbarschaft. Anfangs ist es immer wichtig, einfach Präsenz zu zeigen und Kontakt zu potenziellen Kunden aufzunehmen. Nach Verkauf der Immobilie gehen Sie noch einmal von Haus zu Haus, um anzukündigen, dass es neue Nachbarn geben wird und vor allem, um zu zeigen, dass Sie Erfolg hatten. Wenn einer dieser Nachbarn nun beschließt eine Immobilie zu verkaufen, werden Sie sicherlich von alleine auf Sie zukommen.

Auch nach erfolgreichem Abschluss eines Auftrags, sollten Sie den Kunden nicht abschreiben, sondern mit ihm in Kontakt bleiben. Das Nachkaufmarketing wird oft unterschätzt. Zeigen Sie auch jetzt regelmäßig Präsenz in Form von Rundschreiben, Newslettern oder Social Media Aktivitäten. Um einen netten Eindruck zu hinterlassen, können Sie Glückwunschkarten zum Verkauf verschicken. Zudem wirkt es sehr professionell und kann bei der Weiterentwicklung helfen, den Kunden um Feedback zu bitten.

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